Aglasis Collies und Shelties

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Therapiearbeit

Mein TUN und SCHAFFEN in und für die Tiergestützte Therapie

Es war an einem Wochentag im März 2000…

 ...mein Ehemann Thomas verabschiedete sich morgens wie immer um sich auf den Weg zur Arbeit zu machen. Keiner von uns beiden konnte ahnen, dass wir uns erst wieder im Dezember in unserem Zuhause wiedersehen würden. Thomas erlitt gegen Mittag eine Rückenmarkseinblutung in der HWS und war vom Hals abwärts vollständig gelähmt - dies hatte einen vier Monate langen Aufenthalt im AKH Wien zur Folge. Anschließend kam er für sechs Wochen in das KH St. Pölten. Leider gab es keine sichtbaren Besserungen im Bewegungsapparat, der durch diese Einblutung in Mitgliedenschaft gezogen wurde, deshalb wurde er bis Dezember in ein Rehazentrum überstellt. Wenn ich zurückblicke, waren das natürlich schwierige Monate zwischen Bangen und Hoffen.

Was hat dies nun mit meiner „Berufung“ in, bzw. für die Therapiearbeit zu tun? Jeden Mittwoch und jedes Wochenende besuchte ich meinen Mann auf seiner Reha. Im Eingangsbereich der Klinik wurde ich freundlich und schwanzwedelnd von einem älteren Golden Retrieverrüden begrüßt. Viele nette Gespräche hatte ich im Laufe meiner vielen Besuche mit der Krankenpflegerin und Besitzerin von Simba, die sich dann auch vertieften und sie offenbarte mir ihre rührende Geschichte, wie sie zu ihrem Therapiehund Simba kam. Therapiehund war nun das Stichwort für mich.

Wir überlegten schon länger, uns einen Collie nach Hause zu holen. Im September zog unsere tricolour Hündin Kira ein. Mit Kira begann meine Berufung und Liebe in der tiergestützten Therapie.

Seit dem Jahr 2003 bin ich nun im Therapiebereich tätig. Wir sind und waren zu Besuch in Kindergärten, in unserer Volksschule Pöchlarn, im Sene cura Zentrum und seit sieben Jahren nun in einem Psychiatrischen Landesklinikum. Wir sind fester Bestandteil dieser Einrichtung und wir werden jeden Montag und Donnerstag sehnsüchtigst erwartet.

Tiere zeigen emotionale Qualitäten und sind wertfrei. Besonders auffallend ist diese positive Wirkung bei Menschen zu beobachten, deren Selbstwert niedrig ist und die sich in Folge dessen zurückziehen. Die Hunde stellen sich rasch auf ihr Gegenüber und auf ihre Gefühlslage ein und reagieren sehr sensibel darauf. Sie spenden Trost, indem sie Körperkontakt gewähren. Ein ganz wichtiger PUNKT!!!! Gerade bei uns im psychiatrischen Bereich ist es durch die diversen Erkrankungen oft schwierig, die Patienten zu Aktivitäten zu motivieren. Wenn jedoch unsere Patienten die Hunde an der Leine führen, sie über Hindernisse leiten, Kommandos für „Sitz“ „Steh“ oder „Platz“ geben, dann macht Bewegung viel mehr Spaß. Wunderschön und berührend ist auch zu beobachten, wie die Patienten reagieren, wenn sie Leckerchen verstecken und die Hunde dann suchen lassen, dann kann man gut feststellen, wie Schmerzen oder Unwohlsein in den Hintergrund rücken. Auch das Streicheln des Hundes, das zarte, weiche Fell zu spüren und zu bürsten und eins mit dem Tier, mit seinem Gegenüber zu werden.

Wenn ich mit zwei Hunden gleichzeitig komme, sehen wir ihnen gerne zu, wie sie lustig und ausgelassen im Therapiegarten gemeinsam spielen. Wie sie selbstständig die A-Wand überqueren, sich ein Leckerchen abholen, mit dem Ball spielen und vieles mehr. Der Patient beobachtet, kommentiert, lacht oder schimpft auch mit ihnen, er zeigt REGUNG. Man kann eine Veränderung im Gesichtsausdruck, in der Körperhaltung und der Stimme beobachten, kurzum: Der Patient bringt sich ein! Auch im Bereich der Achtsamkeit kann man eine positive Beeinflussung sehr gut beobachten. Hier können wir viel von Tieren lernen. Tiere leben in der Gegenwart und genießen den momentanen Augenblick. Wir legen uns auch gerne einfach in`s Gras und genießen die warmen Sonnenstrahlen und die Hunde um uns herum. Der Patient verspürt die Ruhe, die Entspannung, er kann dadurch auch sich selbst spüren. Unsere Hunde liegen auch gerne im Bett des Patienten. Die verkrampfte Hand sucht die Berührung und entspannt sich etwas. Stille, Stille die entspannt und beruhigt. (Die größten Ereignisse – das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden).

Es bewegt mich, dass meine Hunde und ich ein kleines Stück des Weges unsere Patienten begleiten zu können, zu unterstützen, ein Lächeln auf ihr Gesicht zu zaubern, für sie da zu sein, ihnen zuzuhören und ein wenig Liebe und Mitgefühl zu vermitteln.

Nicht behindert zu sein, ist kein Verdienst,
sondern ein Geschenk, das uns jederzeit
genommen werden kann.

Isabella Schrampf und die
Aglasis Collies
 

Besuch mit Basko und Anulika in der Volksschule bei uns in Pöchlarn.

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Anulika

 

 

 

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